Wespenbussard

Beschreibung:

 


Name
: Wespenbussard
  • Ordnung: Greifvögel
  • Familie: Habichtartige
  • Verbreitung: Europa, Asien, Afrika (auf dem Zug)
                           - auch bei uns ist er anzutreffen
  • Lebensraum: Offene Wälder, Lichtungen, Waldränder, bevorzugt in der Nähe von Wiesen
  • Körpergröße: 52-60 cm
  • Flügelspannweite: 118-144 cm entspricht  etwa der Größe des Mäusebussards
  • Gewicht: Ca. 560-1.000 g je nach Geschlecht
  • Soziales Verhalten: Einzelgänger, während der Brutzeit zu zweit
  • Fortpflanzung: Errichtet Nester in Bäumen, legt 1-3 Eier, Brutdauer ca. 33-34 Tage


 


Im Flug Hals schlank und Kopf vorgestreckt wie beim Kuckuck; Schwanz recht lang, etwa so lang wie Flügelbreite, Seiten leicht konvex und Ecken gerundet, Silhouette von vorne im Gleitflug im Gegensatz zu Mäusebussard mit leicht abwärts gebogenen Flügeln und ohne erkennbaren Bugknick; segelt mit geraden Flügeln; aktiver Flug mit langsameren, elastischeren Flügelschlägen.

Lautäußerungen

Insgesamt sind Wespenbussarde im Vergleich zu anderen mitteleuropäischen Greifvogelarten auffallend still. Der noch am häufigsten zu hörende Balzruf ist ein mehrsilbiges, flötendes Wimmern oder Pfeifen.
Dieser Laut wird bei Balzflügen geäußert, aber auch bei Erregung oder Bedrohung. Noch seltener wahrgenommen wird ein vergleichsweise leiser, klappernder und in der Tonhöhe variierender „Rasselruf“, der vor allem bei der Ablösung des Partners am Nest eingesetzt wird.

Ebenfalls im Gegensatz zu den meisten anderen mitteleuropäischen Greifvogelarten sind auch junge Wespenbussarde nach dem Ausfliegen fast stumm. Nur wenn ein Altvogel mit Futter zum Horst kommt, rufen die Jungvögel gelegentlich und auch dann nur maximal etwa eine Minute lang. Diese Bettelrufe ähneln den Balzrufen der Altvögel.


























 


Der Wespenbussard ist ein faszinierender Greifvogel, der zur Familie der Habichtartigen gehört. Trotz seines Namens ist er eng mit den Bussarden verwandt, gehört jedoch zu einer eigenen Gattung. Der Wespenbussard zeichnet sich durch seine einzigartige Ernährung und sein auffälliges Zugverhalten aus.

Von der Größe her ähnelt der Wespenbussard einem Mäusebussard und misst etwa 52 bis 60 Zentimeter in der Länge mit einer Flügelspannweite von bis zu 144 Zentimetern. Sein Gefieder ist unterschiedlich. Oft in verschiedenen Brauntönen gehalten, was ihm eine ausgezeichnete Tarnung bietet. Auffällig sind die charakteristischen Bänderungen an den Flügeln und am Schwanz, die eine schnelle Unterscheidung von anderen Greifvögeln ermöglichen.

Der Wespenbussard ist in Europa weit verbreitet. Insbesondere in Wäldern und bewaldeten Regionen. Sein Lebensraum umfasst Laub- und Mischwälder, wo er genügend Deckung und Nistmöglichkeiten findet. Der Greifvogel ist jedoch auch in offenen Landschaften anzutreffen, falls dort genügend Nahrung vorhanden ist.

Sein Speiseplan ist besonders bemerkenswert, da er sich hauptsächlich von Insektenlarven, insbesondere von der Brut von Wespen und Hummeln, ernährt. Der Wespenbussard ist hervorragend dafür ausgerüstet: Seine Nasenlöcher sind mit Schutzklappen versehen, die ihm helfen, sich gegen Stiche zu schützen, während er Wespen- und Bienenstöcke ausgräbt. Diese spezielle Nahrungsvorliebe hat ihm seinen Namen eingebracht.

Was den Wespenbussard besonders interessant macht, ist sein Zugverhalten. Er ist ein Langstreckenzieher, der den nordeuropäischen Sommer in tropischen Regionen Afrikas verbringt. Der Zug erfolgt in großen Gruppen, oft in beeindruckenden Formationen, die über Tausende von Kilometern hinweg in ihre Winterquartiere fliegen. Während dieser Reisen legen die Wespenbussarde beträchtliche Strecken über das Mittelmeer und die Sahara zurück. Auch bei uns im Altmühltal ist der Wespenbussard anzutreffen.

Die Fortpflanzungszeit des Wespenbussards beginnt in Europa im späten Frühling. Das Weibchen legt in der Regel zwei Eier, die dann über einen Zeitraum von etwa 30 Tagen ausgebrütet werden. Beide Elternvögel beteiligen sich an der Brutpflege, und die Jungvögel schlüpfen in der Regel im Hochsommer. Die Nahrungssuche spielt in dieser Zeit eine kritische Rolle, da die Eltern pflanzliche Nahrung und Insektenlarven zu den Küken bringen


Hinweis:

Der Raufußbussard kommt bei uns lediglich als Wintergast; der Wespenbussard als Sommergast vor. Der Wespenbussard zieht als Zugvogel bereits im Spätsommer bis ins südliche Afrika und kehrt erst spät im April wieder zurück.