Ansprechen von Wild


 

 




Unter "Ansprechen" versteht man das Erkennen der Wildart und, soweit möglich, des Geschlechts und der Altersklasse des betreffenden Tieres. Während bei der Niederwildjagd für die meisten Arten das Erkennen der Wildart (z.B. bei der Jagd auf den Hasen, Fuchs, Marder und Flugwild) beziehungsweise die Bestimmung von Art und Geschlecht (Fasanenhahn oder Fasanenhenne) genügt, muss bei Schalenwild aufgrund der genauen Abschussplanung und der zum Teil unterschiedlichen Schonzeitenregelung für verschiedene Alters-, Geschlechts- und Güteklassen der Trophäenträger (z.B. bei Rotwild) vor dem Schuss neben der Wildart auch das Geschlecht und das ungefähre Alter des Stückes klar erkennbar sein.

Grundvoraussetzung zur Schussabgabe ist, dass die Wildart einwandfrei bestimmt werden kann. Eine weitere, eigentlich selbstverständliche Voraussetzung zur Ausübung der Jagd auf Schalenwild ist die Bestimmung des Geschlechts vor dem Schuss.

Beim Abschuss von weiblichem Wild muss man in erster Linie darauf achten, dass man kein führendes Stück ohne den Nachwuchs erlegt. Erlegt wird immer zuerst er Nachwuchs.



Merke:

Die Schussabgabe erfolgt erst dann, wenn das zu erlegende Stück mit absoluter Sicherheit angesprochen werden konnte. Nur so werden Fehlabschüsse und Unfälle vermieden.

 

           
                    
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